Archiv der Kategorie 'Museen'

07
Mär
09

Der Weltfrauentag

maternite

Heute, am 8. März, wird weltweit der Internationale Frauentag begangen, oder auch der Weltfrauentag (in Spanien wird das Día de las Mujeres genannt).

Aus diesem Anlaß veranstaltet die Fundació Pilar i Joan Miró a Mallorca heute einen Tag der offenen Tür, und zwar von 10h00 bis 15h00. Die Ausstellung, die dort zur Zeit gezeigt wird, steht unter dem Thema Joan Miró. Evocació de la imatge femenina (Joan Miró. Das Erwecken des weiblichen Abbilds). Über 90 Skulpturen, Gemälde und Zeichnungen aus der Hand des katalanischen Künstlers (1893-1983) können dort heute bei freiem Eintritt gesehen werden. Die Ausstellung war bereits im Dezember aus Anlaß des 25. Todestages von Miró eröffnet worden, und kann nun noch bis 15. März gesehen werden.

Frauen sind häufig das Thema in Mirós Werken. Ein Beispiel dafür kann man in meinem Foto sehen: Maternité, ein Bronzeguß aus dem Jahre 1973. Diese Skulptur ging vor einigen Jahren in den Besitz des spanischen Staates über, als die spanischen Steuerbehörden einen Teil von Erbschaftssteuern, die Mirós Familie zu zahlen hatte, mit Werken verrechneten. Zur Zeit ist die Skulptur im Garten des Consolat de Mar aufgestellt. Leider kann dort aber niemand das Werk betrachten, da das Consolat und der Garten für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind.

Jetzt gibt es aber gute Nachrichten. In diesen Tagen wurde zwischen dem Govern Balear und der Fundació Pilar i Joan Miró ein Abkommen unterzeichnet, demzufolge diese und noch ein paar andere Skulpturen nun leihweise der Fundació Miró überlassen werden. Das Abkommen gilt zunächst für ein Jahr, kann aber bis auf maximal 20 Jahre verlängert werden, ohne daß die Besitzverhältnisse davon berührt werden. Ich denke, es ist besser, wenn Kunstwerke für die Öffentlichkeit zugänglich sind, vor allem dann, wenn es sich um wichtige Werke bedeutender Künstler handelt. In diesem Fall ist dies sicher gegeben.

Das Foto wurde in Palma de Mallorca, Balearen (Spanien) aufgenommen. Das Datum: 1. März 2009. Die Uhrzeit: 16:30:36.

12
Feb
09

Der katalanische Weltatlas von 1375

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Mallorca hatte während des 14. Jahrhunderts einen besonderen Ruf aufgrund seiner vielen, ausgezeichneten Kartografen. Unter den berühmtesten Kartenkünstlern befanden sich Abraham Cresques und sein Sohn Jafudà (Letzterer in meinem Foto in einer Skulptur aus dem 20. Jahrhundert). Beide lebten in Palma de Mallorca; sie waren jüdischen Glaubens. Nach den Aragonesischen Verfolgungen (1391) mußte Jafudà Cresques zum Christentum zwangskonvertieren; er nannte sich danach Jaume Riba (Lateinisch: Jacobus Ribus).

Dokumente belegen, daß König Pedro IV von Aragón und Katalonien Abraham Cresques beauftragte, eine Mapamundi zu fertigen, die die Welt  so zeigen sollte, wie man sie bis dahin kannte (“a saber imagen del mundo y de las regiones que hay en la Tierra y los diferentes pueblos que la habitan”). Diese Karte, die auch als ‘Atles català‘ bekannt ist, wurde im Jahre 1375 fertiggestellt. 1381 vermachte Pedro IV das Meisterwerk seinem Cousin, König Charles VI. von Frankreich, als Geschenk. Der Sohn und Thronfolger Pedros IV, König Juan I bestellte 1387 eine weitere Mapamundi von Jafudà Cresques, nachdem Cresques der Ältere im gleichen Jahr verstorben war. Die neue Karte wurde 1389 fertiggestellt; sie gilt allerdings als verloren. Der Katalanische Atlas von 1375, der unten zu sehen ist, gehört heute der Bibliothèque Nationale de France, in Paris, und ist dort ausgestellt.

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Die Fundació Bartolomé March im Museum Palau March in Palma besitzt eine wichtige Sammlung mittelalterlicher Karten, insbesondere aus dem Kreis der Escuela Mallorquín, aber leider ist darunter keine von der Hand von Cresques Vater oder Sohn. Trotzdem wäre ein Besuch dort lohnend, falls man sich für das Interessengebiet begeistern kann. Die Öffnungszeiten im Museum Palau March sind von Montag bis Freitag (09h30 – 14h00), und von Dienstag bis Donnerstag (16h00 – 20h00) bis einschließlich 14. Juli. Danach ist dann bis 16. September am Nachmittag jeweils geschlossen. Der Eintritt beträgt 3.60 €.

Das Foto (oben) wurde in Palma de Mallorca, Balearen (Spanien) aufgenommen. Das Datum: 19. September 2008. Die Uhrzeit: 16:01:11. Die Mapamundi-Karte (unten) wurde vom Internet geborgt. Valdeperrillos sei dafür gedankt. Gracias.

04
Feb
09

The secret life of plants

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Zum ersten Mal in seiner fünfjährigen Geschichte hat das Baluard Museu d’Art Modern i Contemporani de Palma eine wirklich wichtige Kunstausstellung an Land geholt: Anselm Kiefer – Obres de la col·lecció Grothe.

Anselm Kiefer (Donaueschingen, 1945) ist einer der wichtigsten deutschen Künstler der Gegenwart. Sein Werk ist weltweit anerkannt und erfolgreich, gleichzeitig aber auch umstritten. Kiefer wurde unter Anderem 2008 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Sein Werk tendiert hin zum Monumentalen und zur Esoterik. Die Anliegen des Künstlers sind die großen deutschen Themen: die Last der Geschichte, die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, deutsche Mythologien, die Traumatisierung der deutschen Gesellschaft, kollektive Erinnerung, die (Un-)Fähigkeit zu Trauern, das Schicksal der Erde an sich. Anselm Kiefer lebt seit 1993 in Frankreich.

Die Ausstellung in Palma zeigt zwölf riesige Bilder sowie eine Skulptur, die alle zwischen 1981 und 2008 entstanden sind, und die das breite Themenspektrum des Künstlers aufzeigen. Das am Meisten beeindruckende Bild der Ausstellung nimmt eine ganze, 22 m lange Wand ein: The secret life of plants ist aus 13 Panelen zusammengesetzt, die in Öl- und Acrylfarbe auf Bleifolien gemalt sind. Das gigantische Kunstwerk misst insgesamt 390 x 2100 cm und zeigt durch seine Größe eine der Schwächen der Museumsarchitektur auf. Der Besucher möchte so nahe wie möglich an das Bild herantreten, um die überwältigende Detailvielfalt ins Visier zu nehmen, muß aber gleichzeitig auch so großen Abstand wie möglich herstellen, um die enorme Dimension des Bildes mit einem Blick auf sich wirken zu lassen. Leider lassen die langen, aber schmalen Ausstellungshallen des Museums dies aber nicht zu. Unter den Umständen ist es ratsam, The secret life of plants von einer Empore im ersten Stock des Museums aus zu betrachten. Von dort habe ich auch das Foto aufgenommen.

Wie dem auch sei, das Talent des Künstlers und sein handwerklicher Umgang mit den Materialien sind einzigartig. Seine Bildsprache, die Themenauswahl, die überwältigenden Bildformate und die Wirkung der Gesamtpräsentation machen diese Ausstellung zu einem besonderen Erlebnis, das man nicht versäumen sollte.

Es Baluard Museu d’Art Modern i Contemporani de Palma ist von Dienstag bis Sonntag zwischen 10h00 und 20h00 geöffnet. Der Eintritt beträgt 6 €, es sei denn, man geht an einem Freitag in’s Museum; dann kann man den Eintrittspreis selbst bestimmen. Ein aufwendiger Katalog in katalanischer Sprache wurde eigens herausgegeben, mit Übersetzungen in Spanisch, Englisch und Deutsch (35 €). Die Ausstellung ist noch bis 30. August zu sehen.

Das Foto wurde in Palma de Mallorca, Balearen (Spanien) aufgenommen. Das Datum: 31. Januar 2009. Die Uhrzeit: 11:30:45.

01
Feb
09

Geburtstag im Es Baluard-Museum

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Das Es Baluard Museu d’Art Modern i Contemporani de Palma feierte gestern, am 31. Januar, den fünften Jahrestag seines Bestehens.

Der feierliche Anlaß wurde mit einem Tag der offenen Tür begangen. Als besondere Einlagen gab es einige recht moderne Tanzdarbietungen, vorgeführt von Damen aus der Companyia Mariantònia Oliver, und zwar draussen vor der Tür als auch drinnen, inmitten der Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Für Kinder gab es dann noch einige gut gemeinte, aber doch eher oberflächliche, didaktische Ausstellungsführungen.

Bereits vorgestern abend war eine neue Ausstellung eröffnet worden, und zwar mit 12 gigantischen Bildern des deutschen Künstlers Anselm Kiefer (Donaueschingen, 1945), die aus der Sammlung Grothe entliehen waren. Ich habe schon seit fünf Jahren Schwierigkeiten, ein gutes Wort über Palmas Museum Moderner Kunst zu finden, vom Aljub-Ausstellungsraum im Untergeschoß des Museums einmal abgesehen. Aber ich kann doch nicht umhin, einen Besuch in Herrn Kiefers Ausstellung zu empfehlen.

Ich werde in ein paar Tagen noch näher auf diese Ausstellung eingehen, die übrigens noch bis Ende August zu sehen sein wird.

Das Foto wurde in Palma de Mallorca, Balearen (Spanien) aufgenommen. Das Datum: 31. Januar 2009. Die Uhrzeit: 11:16:50.

13
Jan
09

Cogita Tute

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Ich liebe Büchereien, öffentliche Büchereien, private Büchereien, oder nicht zugängliche Büchereien, wie zum Beispiel die hier im Bild gezeigte. Ich bin einfach ein Büchernarr. Ich liebe Bücher.

Hier im Bild darf man reihenweise seltene und wertvolle Bücher betrachten, man darf sie aber nicht anfassen, geschweige denn lesen. Früher war das nicht so. Diese Bücher standen Mönchen zur Verfügung, um gelesen zu werden. Die Bücher durften aber nicht ausgeliehen werden, oder man machte sich eines Frevels schuldig, der mit der Exkommunizierung durch die heiligen Oberhäupter, wer immer das damals gewesen sein mag, geahndet wurde.

Cogita Tute – denke selbst. Ich glaube, daß ich wahrscheinlich in der damaligen Zeit ein untauglicher Mönch gewesen wäre. Genauer betrachtet, wäre ich das wahrscheinlich zu jeder Zeit gewesen, damals wie auch heute.

Ich machte diese Aufnahme in der Ermita de Valldemossa, die ein Teil des Museo de la Cartoixa in Valldemossa ist. Die meisten Leute denken hauptsächlich an Frédérick Chopin und seine Begleiterin George Sand, die damals im Winter des Jahres 1838/39 hier vier Monate lang in einer feuchten und spartanischen, früheren Mönchszelle verbrachten. Aber dieser Ort hat weitaus mehr zu bieten als nur den berühmten Chopin-Schrein. Vom 16. bis zum 19. Jahrhundert wurde das Gebäude als ein Karthäuserkloster genutzt, das von Jüngern des Ordens des Sankt Bruno gegründet worden war. Im 14. Jahrhundert, also noch früher, war das Gebäude als Palau del Rei Sanxo, also als ein Schloß für die Könige von Mallorca gebaut worden, und zwar von Rey Jaime II, der es für seinen Sohn, den späteren Rey Sancho, erbauen ließ. Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, um dieses Museum zu besuchen, denn nun, in der Vorsaison, kann man nach Herzenslust schalten und walten und sich alles in Ruhe betrachten, da keine Gefahr besteht, von den Heerscharen von Bustouristen belästigt zu werden, die spötestens ab Ostern Einkehr halten wie die Heuschrecken. O Schreck.

Die Öffnungszeiten während des Winters sind von Montag bis Samtstag von 09h30 bis 15h00. Der Eintritt beträgt 8,50 € für Erwachsene und 4 € für Kinder und Studenten. Für Kinder und Jugendliche unter 10 ist der Eintritt frei. Im Eintrittspreis ist sogar ein Gratis-Klavierkonzert enthalten von Valses und Nocturnes vom selbigen Chopin, die von dem sehr talentierten Carlos Bonnet dargeboten werden. Diese 15-minütigen Vorführungen finden im Monat Januar jeweils um 11h45, 13h00 und 14h00 statt, und um 11h30, 14h00 und 15h45 im Monat Februar.

Das Foto wurde in Valldemossa, Mallorca, Balearen (Spanien), aufgenommen. Das Datum: 7. Januar 2009. Die Uhrzeit: 13:46:00.

12
Jan
09

Das Krokodil der Na Coca

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Soviel ich weiß, gibt es keine Krokodile auf Mallorca. Die klimatischen Verhältnisse hier sind nicht wirklich für Reptilien geeignet.

Komisch, daß dann ausgerechnet ein mumifiziertes Krokodil dauerhaft im Diözesan-Museum in Palma (direkt hinter der Kathedrale) ausgestellt ist.

Man darf annehmen, daß ein lebendiges Krokodil per Schiffsladung von einer exotischen Herkunft auf dem Weg über Palma nach einem besser geeigneten Ziel unterwegs war, und zwar im 17. Jahrhundert. Aus mir und auch generell unbekannten Gründen gelang es dann wohl dem Alligator, aus seinem Käfig an Bord zu entkommen und sich auf irgendeine Weise in’s Abwassersystem des mittelalterlichen Ciutat de Mallorca zu flüchten. Zeitgenössischen Angaben zufolge soll es zu erheblicher Aufregung, ja, Sorge, Furcht, Angst und Panik gegeben haben unter den Bürgern Palmas. Die Legende berichtet, daß ein tapferer Mann namens Bartomeu Coch, der damals der Gouverneur von Alcúdia gewesen sein soll, den Mut aufgebracht hat, dem Biest nachzustellen und es schließlich zu töten, um so zu verhindern, daß seine Zukünftige sich weiter sorgen mußte. Von da an wurde das tote Reptil unter dem Namen Drac de Na Coca bekannt.

Ich kann Ihnen nicht garantieren, daß die Geschichte wirklich war ist, aber ich kann Ihnen wohl versichern, daß das leblose Untier in einem Glaskasten im Museu Diocesà in Palma ausgestellt ist und zu einem Eintrittsentgeld von 3 € (oder 1 €, falls Sie nachweisen können, ein Resident zu sein) bewundert werden kann. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Samstag, von 10h00 bis 14h00, falls die Neugier Sie überkommen sollte.

Das Foto stammt aus meinem Bildarchiv. Es wurde in Palma de Mallorca, Balearen (Spanien) aufgenommen. Das Datum: 11. April 2008. Die Uhrzeit: 13:33:55.

25
Dez
08

Joan Miró starb heute vor 25 Jahren

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Der katalanische Künstler Joan Miró i Ferrà starb 1983 am ersten Weihnachtstag. Das war heute vor 25 Jahren. Zum Zeitpunkt seines Todes war er einer der wichtigsten zeitgenössischen Künstler Spaniens. Seither hat sich sein Platz in der Kunstgeschichte der Kunst des 20. Jahrhunderts noch weiter verfestigt.

Die Arbeit Mirós, die wohl insgesamt von den meisten Menschen gesehen worden war, war wahrscheinlich ein Wandteppich in New York City; die Arbeit hing nämlich in der Lobby von Turm 2 des World Trade Centers. The World Trade Center Tapestry war ein riesiger – 6,10 x 10,67 m großer – Wandbehang, der, aus Wolle und Hanffasern geknüpft, im Auftrag des WTC entworfen woren war. Die Arbeit ging leider am 11. September 2001 in den Trümmern von Ground Zero verloren. Miró hatte den Auftrag der NYC Port Authority zunächst abgelehnt, da er noch nie zuvor einen Wandbehang entworfen hatte. Einige Jahre später wurde er allerdings von einigen spanischen Nonnen bedrängt, einen Wandteppich für deren Hospitz zu entwerfen, und er ließ sich die Technik von einem professionellen Teppichknüpfer beibringen. Sobald Miró die Arbeit für das World Trade Center fertiggestellt hatte, kam er aber zu der Auffassung, daß Wandbehänge einen zu großen Arbeitsaufwand mit sich brächten und beschloss, künftig keine weiteren Wandteppiche mehr zu entwerfen.

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Das Es Baluard Museu d’Art Modern i Contemporani de Palma zeigt seit einigen Tagen eine Ausstellung von 120 Originalplakaten aus der Hand des Künstlers. Die Fundació Pilar i Joan Miró a Mallorca (ebenfalls in Palma) zeigt derzeit eine Ausstellung von Gemälden, Zeichnungen, Collagen und Skulpturen unter dem Motto Betrachtungen über die feminine Form. Beide Ausstellungen sind allemal einen Besuch wert.

Das Foto wurde im  Atelier des verstorbenen Künstlers in Palma de Mallorca, Balearen (Spanien), aufgenommen. Das Datum: 12. März 2008. Die Uhrzeit: 16:38:28. Die Abbildung des verlorengegangenen WTC-Wandbehangs ist als Hommage an den verstorbenen Künstler gedacht; die Rechte der Copyright-Besitzer sollen dadurch ausdrücklich nicht beeinträchtigt werden.

19
Okt
08

Triassic Park

Die Trias-Zeit war überall, auch auf Mallorca. Die Balearischen Inseln hatten ihre Trias-Zeit, ihre Juras-Zeit und ihre Kreidezeit, genau wie alle anderen mitteleuropäischen Gegenden auch. 

Knochen und Muscheln und Steine und sonstige Überreste aus dem Mesozoikum wurden auf der Insel gefunden und haben ihren Eingang in das Museo de Ciencias Naturales in Sóller gefunden, wo sie studiert und analysiert wurden, und wo Sie sie in Vitrinen sehen können in einer angenehmen und lehrreichen Museumsatmosphäre (wie das immer so ist, hat man mehr von einem Besuch in diesem Museum, wenn man einige Sprachkenntnisse, vor allem den katalanischen, mitbringt).

Falls das aber sprachlich nicht so ganz klappen sollte, kann man sich dennoch an den Prachtexemplaren der ausgestellten Stücke erfreuen, aber die noch größere Freude wartet dann außerhalb des Museumsgebäudes auf den Besucher. Im angeschlossenen Jardín Botánico de Sóller kann man sich in den vorzüglich angeordneten Gartenanlagen an den Wundern der pflanzlichen Natur laben.

Der Eintritt für das Museum und den Garten beträgt zusammen 5 €.

Das Foto wurde in Sóller, Mallorca, Balearen (Spanien) aufgenommen. Das Datum: 17. Juli 2007. Die Uhrzeit: 14:34:58.

28
Aug
08

Das Diözesanmuseum in Palma

Der Palau Episcopal (die Residenz des Bischofs von Mallorca) hat im letzten Jahr eine aufwendige Renovierung erfahren. Vor neun Monaten wurde dann das Museu Diocesà in dem umgebauten Palast neu eröffnet. Ein Besuch dort ist äußerst empfehlenswert.

Das Museum präsentiert etliche Kostbarkeiten aus der Sammlung der Kirche Mallorcas. Man kann sich vorstellen, daß es davon Etliches gibt. Hier kann man Skulpturen mit religiösem Charakter sehen, archäologische Funde, Keramik- und Glasarbeiten, kirchliche Präziosen und Kunstwerke, gothische Gemälde sowie ein paar seltene Originalobjekte von der Hand des Jugendstilgenies Antoni Gaudí. Das Museum präsentiert auch die schöne Kapelle des Sant Pau, die aus dem 15. Jahrhundert stammt.

Das Museo Diocesano und der Palacio Episcopal sind direkt neben der Kathedrale von Palma de Mallorca oberhalb der Uferpromenade gelegen. Öffnungszeiten sind von 10h00 bis 14h00, Dienstag bis Freitag. Der Eintritt beträgt 3 €, es sei denn, Sie sind Resident, dann kostet es nur einen einzigen Euro. Billiger kann soviel Bildung nicht sein, denke ich mal.

Das Foto wurde in Palma de Mallorca, Balearen (Spanien), aufgenommen. Das Datum: 11. April 2008. Die Uhrzeit: 13:15:32.

18
Mai
08

Kunst und Kultur

Heute, am 18. Mai, wird der Internationale Museumstag begangen. Mallorca nimmt an dieser internationalen Veranstaltung mit Museen in Palma de Mallorca und überall auf der Insel teil. 

Museu de Mallorca, Museu Diocesà, Baluard Museu d’Art Modern i Contemporani, Casal Solleric, Fundació Pilar i Joan Miró, Museu Militar de Sant Carles, Palau March und andere Museen in Palma de Mallorca werden heute geöffnet sein, bei freiem Eintritt.

An anderen Orten gibt’s auch was zu sehen: Casa Museo Robert Graves, in Deià, Casa Museu Llorenç Villalonga, in Binissalem, Fundació Yannick i Ben Jakober, in Alcúdia, Museu i Casa Natal de Fra Juníper Serra, in Petra, Museu Balear de Ciències Naturals i Jardí Botànic, in Sóller, und Museu Monogràfic de Pol.lèntia, in Alcúdia, warten alle darauf, daß wir ihnen einen Besuch abstatten. 

Das Foto wurde in Palma de Mallorca, Balearen (Spanien), aufgenommen. Das Datum: 14. Mai 2008. Die Uhrzeit: 09:48:27.




 

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