Archiv der Kategorie 'Palma de Mallorca'

28
Jul
10

Im Rollstuhl auf Mallorca

Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind und Leute mit körperlichen Behinderungen empfinden Mallorca im Allgemeinen nicht als einen behindertengerechten Ort. Zwar gibt es in Spanien die rechtliche Vorschrift, daß öffentliche Gebäude, Bars, Geschäfte, Kinos und Museen über Rollstuhlzugang verfügen müssen. Aber wie sieht es mit den rollstuhlgerechten Bedingungen aus, wenn es um die Sehenswürdigkeiten geht, die die Touristen bei ihrem Besuch auf Mallorca vielleicht besuchen wollen? Was ist mit Kirchen, Klöstern, der Kathedrale? Wie sieht es aus mit den Höhlen, Stränden, Häfen, dem Meer? Gibt es ausreichend behindertengerechte Toiletten für Rollstuhlfahrer?

Zuerst die gute Nachricht. Fluggesellschaften und der PMI-Flughafen sind im Allgemeinen gut darauf eingestellt, den behinderten Reisenden während der Flüge und bei der Ankunft und beim Abflug zu unterstützen. Es lohnt sich aber immer, den Flughafen und die Fluggesellschaft über Ihre Bedürfnisse vorab gut zu informieren. Sollte man einen Rollstuhl oder eine Begleitperson benötigen, wird man in der Regel gut bedient. Auch bei der Gepäckausgabe oder beim Einchecken ist normalerweise Hilfe vorhanden. Man kann auch mit Hilfe beim Ein- und Aussteigen aus dem Flugzeug sowie bei der Abreise rechnen. Es gibt Taxis, die rollstuhlgerecht ausgestattet sind, man sollte diese aber normalerweise im Voraus buchen. Busse und auch die U-Bahn sind einwandfrei zugänglich. Es wird ein bisschen komplizierter, was Mietwagen-Unternehmen angeht. Freunde von uns hatten eine explizite Reservierung gemacht, mussten dann aber drei Stunden auf ihr Auto warten und erhielten schließlich einen ganz normalen 5-Sitzer, obwohl die Gruppe zu Sechst unterwegs war, einschließlich einer Person im Rollstuhl. Die Mieter wären sicherlich berechtigt gewesen, eine gehörige Beschwerde anzubringen, aber sie waren einfach physisch zu erschöpft, um noch einmal zum Schalter zurückzugehen und dort vielleicht noch einmal in der Warteschlange zu landen.

Alles Weitere ist leider eine Ballung von Unzulänglichkeiten, fehlender Information und reichlicher Unfähigkeit, soweit ich das beurteilen kann. Die mallorquinischen Touristenbüros, die Mallorca-Internetseiten und auch die Behörden geben kaum Auskunft darüber, was in den Städten und den Pueblos oder an den Urlaubsorten verfügbar wäre. Kirchen, Kapellen, Klöster stammen im Allgemeinen aus dem Mittelalter und wurden kaum jemals für Rollstuhlfahrer umgebaut. Das gilt leider auch für die Kathedrale in Palma.

Die berühmten mallorquinischen Höhlen sind nicht Rollstuhl-geeignet außer der in Campanet, wo die erste Höhle im Rollstuhl befahrbar ist, nicht aber die anschließenden Höhlen. Auch zum Palau de l’Almudaina gibt es kaum behindertengerechten Zugang. Die meisten Museen in Palma wurden allerdings bereits umgebaut und bieten nun Rampen und Aufzüge für Rollstühle an.

Die Strände sind normalerweise nicht mit Rollstühlen oder Kinderwägen begehbar. Eine Ausnahme ist der Strand von Sa Rapita, wo zumindest auf den ersten paar hundert Meter eine hölzerne Trasse installiert wurde. Die Playa de Muro ist beispielhaft dafür, wie man den Bedürfnissen der Behinderten entgegenkommen kann. Dort wurden insgesamt 8 Gehwege installiert, um Menschen mit körperlichen Behinderungen Zugang zu bieten. Im Sommer gibt es dort auch einen ganztägigen Service eines Amphibiensessels für Behinderte, einer der wenigen dieser Art auf der Insel.

Im Gebiet von Palma gibt es fünf Strände, die während der Sommermonate für einen Zugang mit dem Rollstuhl eingerichtet sind: Can Pere Antoni, Platja de Palma, Cala Estància, Cala Major und Ciutat Jardí. Ein mehrsprachiger Guia de Platges ist als pdf download erhältlich.

In Colònia de Sant Jordi wurde unlängst ein hölzerner Paseo Marítimo angelegt, wo Rollstühle entlang der Strandpromenade bis zum Leuchtturm und noch weiter promenieren können (siehe Foto). Vorbildlich.

Die Hafenpromenade von Palma de Mallorca bietet eine kilometerlange, schattige Palmenallee, ebenso wie auch Port d’Andratx, Portocolom, Port d’Alcúdia, und, in gewisser Weise, auch Port de Sóller. Der Zug nach Sóller ist für den Rollstuhlfahrer leider nicht tauglich. Auch die Jardines de Alfabia und der Jardín Botánico de Sóller sind für Behinderte kaum geeignet. Raixa ist für Menschen mit körperlichen Behinderungen nur eingschränkt begehbar, was leider auch für Els Calderers und Sa Granja gesagt werden muß. Dahingegen ist der Zugang zum Centre d’Interpretació de Cabrera in Colònia de Sant Jordi beispielhaft. Der Eintritt ist derzeit noch kostenlos; es gibt dort reichlich Aufzüge und eine Serpentinen-Rampe erstreckt sich über drei Etagen. Das Palma Aquarium ist dagegen sehr teuer, aber auch diese neue Anlage wurde behindertengerecht eingerichtet.

Das Foto wurde vom Internet geborgt. Dank gebührt Panoramio und Lor_morena.

Muchas Gracias.

19
Jul
09

Die Brücken des Herrn Bennàssar

bennassar

Gaspar Bennàssar i Moner war wahrscheinlich der wichtigste Stadtarchitekt, der jemals in Palma gearbeitet hat. Er wurde 1901 in dieses Amt berufen und abeitete dann für Cort (Rathaus) bis zu seinem frühen Tod. Sein Ableben im Jahre 1933 war nicht mit den politischen Unruhen der damaligen Zeit verbunden.

Zu den vielen Bauwerken Bennàssars zählen das Teatre Líric, das Escorxador-Schlachthaus, das Triquet-Gebäude, das Coliseo Balear, das Cine Born-Gebäude, die Estació Meteorològica (Wetterstation) in der Plaça Espanya, der Passeig Sagrera und das L’Àguila-Gebäude beim Plaça Major. S’Arquitecte schuf auch zwei Brücken in Palma, von denen eine auf Geheiß der Funktionäre in Palma erst vor ein, zwei Jahren abgerissen wurde. Zu seinen Planungen mit der weitreichendsten Wirkung dürfte der Abbruch von Palmas mittelalterlicher Stadtmauer gehören, die Platz schuf für die Avenidas und somit die breite Ringstraße um den Stadtkern herum. Ich finde es allerdings bedauerlich, daß kein Weg gefunden werden konnte, um die besonders eindrucksvolle Stadtmauer zu erhalten.

Gaspar Bennàssar war auch an anderen Orten der Balearischen Inseln tätig.  Er war als Arquitecte Diocesà für Menorca nominiert, ehe er Stadtarchitekt in Palma wurde; er entwarf auch das Hotel Príncep Alfonso in Cala Major, er zeichnete für den Umbau der Església Parroquial in Esporles verantwortlich, und er schuf den eigenwillig schönen Glockenturm der Església dels Dolors in Manacor.

Irgendwie hat es mir Bennàssars Brücke über den Torrent de sa Riera im Passeig Mallorca, unweit des alten El Corte Inglés (siehe das Foto oben), besonders angetan. Der Grund dafür liegt wahrscheinlich einfach darin begründet, daß ich diese Brücke jedesmal zu überqueren scheine, wenn ich nach Palma komme.

1996 wurde Gaspar Bennàssar posthum der Titel eines Fill Il·lustre de Palma zuerkannt (Ehrenwerter Sohn Palmas).

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Das Foto (oben) wurde in Palma de Mallorca, Balearen (Spanien) aufgenommen. Das Datum: 3. und 7. Juli 2009. Die Uhrzeit: 11:49:15. Das Foto (unten) wurde vom Internet geborgt. Dank gebührt Fabian von der Alta Mar-Website. Muchas gracias.

18
Jul
09

Rückfenster

cotxe

Dies ist das Rückfenster einer Pferdekutsche, die ich Ihnen im letzten August schon einmal zeigte (Was kam vor Hispano-Suiza?). Ich hatte vor Kurzem noch einmal die Gelegenheit, den wunderschönen Patio von Ca’n Vivot in Palma zu besuchen, wo diese Cotxe ständig als Schmuckstück geparkt ist. Ich schätze, daß die Kutsche gut und gern 120 Jahre alt sein mag. Ein tolles, handgefertigtes Kleinod.

Ich konnte nicht anders; ich mußte dieses Foto einfach aufnehmen.

Das Foto wurde in Palma de Mallorca, Balearen (Spanien) aufgenommen. Das Datum: 7. Juli 2009. Die Uhrzeit: 11:49:15.

16
Jul
09

Symbol einer Freundschaft

A_Calder

Eine große mobile Skulptur des amerikanischen Künstlers Alexander Calder (1898-1976) ist dauerhaft in Jardins de s’Hort del Rei aufgestellt, und zwar unmittelbar unterhalb des Palau de l’Almudaina im Passeig Antoni Maura in Palma. Die Skulptur trägt den Titel Nancy (1972); das Objekt war Teil einer Ausstellung von Werken des Künstlers in der Galerie Sala Pelaires in Palma im September/Oktober 1972. Der Amerikaner war lebenslang mit dem mallorquinischen Künstler Joan Miró befreundet, auf dessen Anregung hin die Ausstellung Calders bei Pelaires durchgeführt wurde. Die beiden Künstler hatten sich 1928 in Paris (Frankreich) kennengelernt, wo beide damals lebten und arbeiteten. Die Freundschaft dauerte bis zum Lebensende Calders an.

Miró überredete seine Freund Calder später, diese Skulptur dem Ajuntament de Palma zu schenken. Aber wie das so oft im Leben ist, waren die Bürokraten nicht wirklich froh über dieses großzügige Geschenk. Die Gesetzgebung machte es damals unabdingbar, erhebliche Einfuhrsteuern für das Kunstobjekt zu bezahlen. 1973 stand Spanien immerhin noch unter Francos Faust. Zum Glück gab es aber einige Würdenträger in Madrid, die das Kunstwerk alsbald zum Patrimonio Nacional erklärten. Dadurch war es möglich, die Skulptur von den Einfuhrzöllen zu befreien. Nun konnte das Rathaus in Palma die gestiftete Nancy dankbar annehmen.

Es war der ausdrückliche Wunsch des Künstlers gewesen, das Mobile in Palmas neuem Parque del Mar, zwischen der Kathedrale und dem Meer zu platzieren. Durch die ständige Brise vom Meer her wäre Nancy in fortwährender Bewegung gewesen. Aus irgendeinem unerfindlichen Grund beschlossen die Funktionäre in Palma aber, die Gärten des s’Hort del Rei zum Aufstellort zu machen. Die Arbeit war dort von 1974 bis 1985 aufgestellt, und ist es seit 1994 wieder bis zum heutigen Tage.

Falls Sie sich das Calder-Mobile ansehen möchten, sollten Sie vielleicht noch 200 m weitergehen und sich auch das Werk Monument a la dona von Joan Miró ansehen, das oft auch Mirós Ei genannt wird. Es befindet sich vor dem Grand Café Cappuccino in der Carrer Conquistador. Die Arbeiten der beiden Freunde sind so platziert, daß sie sich ständig sehen können.

calder_miró

Das Foto (oben) wurde in Palma de Mallorca, Balearen (Spanien) aufgenommen. Das Datum: 17. April 2009. Die Uhrzeit: 15:00:16. Das Foto (unten) zeigt den Katalog einer Ausstellung mit Arbeiten von Calder und Miró in der Fondation Beyeler in Basel (Schweiz) sowie der Phillips Collection in Washington DC (USA) aus dem Jahr 2004-05. Diese Abbildung wurde von der Amazon.com-Website geborgt. Thank you very much.

15
Jul
09

Ca’n Vivot

can_vivot

Can Vivot ist in der Carrer Can Savellà in Palmas Altstadt gelegen. Das Haus wurde zeitweise auch Ca’n Sureda genannt, entspechend früherer Eigentumsverhältnisse. Ca’n Vivot stammt wohl aus dem 14. Jahrhundert, aber die noch originalen Bodegas im Keller gehen auf die maurische Periode (ca. 1100) zurück. 1690 wurde das Gebäude vollständig umgebaut und Nachbarhäuser wurden dem Besitz einverleibt, darunter auch La Gabella de la Sal d’en Catlar, ursprünglich ein Salzlager aus dem 13. Jahrhundert. Ca’n Vivot ist seit 1973 als historisches Denkmal geschützt.

Das herrschaftliche Anwesen war im Laufe der Jahrhunderte im Besitz von etlichen adligen Familien, wie z. B. des Vizconde de Rocabertí und des Marqués de Vivot (Joan Sureda i Villalonga). Eine charmante Dame ist heute die Hausherrin, die Condesa Viuda de Zavellá.

Der Patio dieses außergewöhnlichen Anwesens gilt als der schönste Innenhof von ganz Palma. Da das Haus ganzjährig privat genutzt wird, sind Besuche nur möglich, wenn man die nette Witwe zu einer Einladung bewegen kann. Der Patio kann allerdings in jedem Jahr anläßlich der Corpus Cristi-Festlichkeiten besichtigt werden, wenn Führungen durch Palmas Patios veranstaltet werden. Man kann die tolle Architektur der Patiogestaltung, der Marmorsäulen, der Rundbögen, der Galerie und des imposanten Treppenaufgangs von der Straße aus durch das Eisengitter bewundern, und zwar das ganze Jahr über. Die Patioführungen sind in diesem Jahr nun bedauerlicherweise schon beendet, aber merken Sie sich den Termin von etwa Mitte Juni bis Mitte Juli für nächstes Jahr vielleicht schon einmal vor.

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Die Fotos wurden in Palma de Mallorca, Balearen (Spanien) aufgenommen. Das Datum: 7. Juli 2009. Die Uhrzeit: 11:51:59 bzw. 11:56:31.

13
Jul
09

Die nackten Flughafen-Terrassen

pmi

Der neue Flughafen von Palma de Mallorca war vom mallorquinischen Architekten Pere Nicolau Bonet entworfen worden; er wurde vor etwas mahr als zehn Jahren eingeweiht. Von Anfang an klagten Passagiere über die großen Entfernungen, die man zwischen den Check-in-Schaltern und den Abflug-Gates zurücklegen musste. Gleichzeitig war aber Jedermann begeistert über die großzügigen Open-Air-Terrassen, die für den Fall von Flugverspätungen geschaffen worden waren, wo man sich bis zum tatsächlichen Abflug erholen und ausruhen konnte. Man konnte dort sogar auf Bänken schlafen.

Aber irgendtwas muß passiert sein; ich weiß nicht, was. Die Terrassen sind immer noch da, aber sie sind komplett leer geräumt. Man kann sie so gut wie gar nicht mehr nutzen, es sei denn, man bringt sich selbst Hocker oder Liegestühle mit.

Im Jahr 2008 wurden insgesamt 22.832.857 Passagiere im Flughafen PMI abgefertigt (so wird der Flughafen offiziell genannt). Dabei wird jeder Passagier zweimal gezählt, und zwar einmal bei der Ankunft, und dann noch einmal beim Abflug. Ein gewisser Anteil dieser mehr als 11 Millionen Passagiere wird dabei ganz sicher eine Verspätung seines Fluges erlebt haben, denke ich mal. Was könnte nun die Flughafenbehörde von Palma dazu bewegt haben, diese Warte- und Erholungszonen stillzulegen? Ich weiß es nicht. Aber die Terrassen sind immer noch in ihrer riesigen Abmessungen an ihrem alten Ort, mit dem Unterschied, daß man sie heute beim besten Willen nicht mehr benitzen kann, außer vielleicht, um eine Zigarette zu rauchen, ohne das Flughafengebäude zu verlassen.

Vielleicht könnte man die Terrasen stattdessen für Rockkonzerte benutzen, wo man gerne länger steht oder tanzt? Oder hätten Sie eine bessere Idee?

Das Foto wurde in Palma de Mallorca, Balearen (Spanien) aufgenommen. Das Datum: 25. Juni 2009. Die Uhrzeit: 14:11:58.

12
Jul
09

Ein Obelisk der Schande

obelisco

Die Plaça Porta de Santa Catalina in Palma de Mallorca ist ein kleiner, ruhiger Platz vor dem Baluard de Sant Pere, einer alten Festungsanlage, in der jetzt das Baluard Museu d’Art Modern i Contemporani de Palma untergebracht ist.

Vor ein oder zwei Wochen wurde ein auf dem Platz befindlicher Obelisk beseitigt, der einen Brunnen schmückte, der schon länger außer Betrieb war. Die Vecinos des Stadtviertels vom Puig de Sant Pere hatten den Obelisken als ein Franco-Relikt empfunden und deshalb darum ersucht, ihn wegen seiner faschistischen Anmutung zu entfernen. Das Ajuntament de Palma gab nun die Beseitigung des Obelisken der Schande in Auftrag (siehe Foto oben). Das Brunnenelement blieb erhalten und soll in Bälde wieder aktiviert werden (siehe Foto unten). Der kleine Platz verfügt auch über 18 alte Pinien, die als Árboles Singulares geschützt sind. Die Bäume sollen verbleiben, obwohl auch sie auf Geheiß von Franco gepflanzt worden waren.

Vor Kurzem war der Obelisk noch in einer Protestaktion von Aktivisten der Gruppe Milícia Antifeixista mit roter Farbe besprüht worden, um auf seine dunkle Vergangenheit aufmersam zu machen.

Während der Francozeit hieß dieser kleine Platz Plaza Jinetes de Alcalá. Der Obelisk war 1941 im Gedenken an Militärpersonal errichtet worden, das Franco in seinem Putsch gegen die spanische Segunda Republica unterstützt hatte. Diese Putschisten waren als die Jinetes de Alcalá bekannt.

Das neue spanische Gesetz aus dem Jahre 2008, das Ley de la Memoria Histórica, gibt den regionalen Regierungen Spaniens sowie den örtlichen Rathäusern eine gesetzliche Handhabe, um Denkmäler und Insignien mit faschistischem Hintergrund zu entfernen, ebenso wie Straßennamen zu ändern in Fällen, wo Franco und seine Ergebenen geehrt wurden; immer vorausgesetzt, daß die örtliche Bevölkerung einen solchen Eingriff wünscht.

santa catalina

Die Fotos wurden in Palma de Mallorca, Balearen (Spanien) aufgenommen. Das Datum: 3. und 7. Juli 2009. Die Uhrzeit: 12:50:53 bzw. 10:15:42.

10
Jul
09

Eine friedvolle Oase mitten in Palma

cal_comte_san_simon

In der Carrer Sant Miquel in Palmas Altstadt findet sich ein herrlicher Stadtpalast, der über einen wunderschönen und friedvollen Garten verfügt. Der Garten kommt einer Oase gleich, wo man Frieden und Stiile findet, falls Sie das einmal brauchen sollten, gerade jetzt, zur Zeit der hektischen Sommer-Rebaixes.

Ich kann Ihnen leider nicht näher erläutern, wo sich diese kleine Oase befindet, da ich nicht glaube, daß der Garten für die Öffentlichkeit gedacht ist. Aber der Stadtpalast trägt den Namen Cal Comte de San Simón und stammt aus dem Jahre 1854. Falls Sie also selbst Detektiv spielen sollten und auf Grund eigener Recherchen herausfinden würden, wo sich dieses Kleinod von Garten finden läßt, dann könnte man mir ja wohl kaum vorwerfen, ich hätte Sie dort hingeschickt, oder?

Das Foto wurde in Palma de Mallorca, Balearen (Spanien) aufgenommen. Das Datum: 16. Juni 2009. Die Uhrzeit: 13:10:55.

08
Jul
09

Das Ende der Zeitungskioske

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Die Quioscos de Prensa in Mallorcas Inselhauptstadt Palma sind nicht mehr.

Zwar gibt es die Zeitungskioske noch, aber sie sind geschlossen und verlassen. Vor 15 bis 20 Jahren gab es etwa 17 Zeitungskioske in Palma de Mallorca, aber deren Anzahl hat sich im Laufe der Jahre nach und nach halbiert. Anfang dieses Jahres gab es nur noch fünf dieser Kioske. Vor zwei Wochen, Ende Juni, wurden dann auch diese letzten, noch verbleibenden Zeitungskioske geschlossen.

In den frühen Jahren war ich selbst ein treuer Kunde dieser Zeitungskioske. Ich kaufte meistens am Kiosk im Passeig des Born, um mir meine internationalen Zeitungen und Zeitschriften zu besorgen, die ich in Felanitx nicht beziehen konnte. Aber in den letzten sechs bis acht Jahren war es wohl so, daß ich meinen Informationsbedarf mehr und mehr aus dem Internet bezog, und ich immer weniger Presseerzeugnisse in Palma kaufte. Vor ein paar Jahren verschwand dann der Quiosco de Prensa gegenüber der Bar Bosch im Born ganz. Ich vermisse ihn zwar, aber ich war zuletzt doch kein verlässlicher Kunde mehr.

Jetzt haben all die übrigen Kioske auch dicht gemacht. Soviel mir bekannt ist, war das Geschäft am Ende wohl nicht mehr profitabel genug.

Der Stadtrat von Palma wird jetzt entscheiden müssen, was getan werden kann. Entweder kann ein neuer Konzessionär gefunden werden, oder vielleicht werden die Kioske auch einem anderen Zweck zugeführt. Wir werden sehen. Aber vielleicht ist dies schon das Ende einer Ära.

Natürlich gibt es in Palma weiterhin ganz normale Zeitungsläden. Aber das ist nicht das Gleiche. Man kann weiterhin Zeitungen kaufen, aber die Auswahl an Titeln ist kleiner. Und es ist nicht mehr so, wie es immer war.

Das Foto wurde in Palma de Mallorca, Balearen (Spanien) aufgenommen. Das Datum: 3. Juli 2009. Die Uhrzeit: 13:37:28.

04
Jul
09

Street Art

Albert_Pinya_1

Auf einem Ihrer Einkaufsbummel in Palmas Altstadt sind Sie vielleicht schon einmal einigen dieser kleinen Graffitibildern begegnet, zum Beispiel in der Carrer Sant Feliu, in der Carrer Montenegro oder im ganzen Sa Llotja-Stadtteil. Die Graffitizeichnungen zeigen etwa das Bild eines Insekten neben dem Wort ‘God’, oder das Bild eines vierbeinigen Tiers mit dem Wort ‘Spacesheep’. Falls es Sie interessieren sollte, der Künstler heißt Albert Pinya.

Es ist tatsächlich ein Künstler, der die kleinen, sehr exakt ausgeführten Graffitibilder gemalt hat, zumindest sagt das sein Galerist für Spanien, Ferran Cano (hier im Bild, links; rechts daneben sitzt der Künstler). Albert Pinya wurde 1985 in Palma de Mallorca geboren. Er lebt und arbeitet derzeit in Berlin.

Albert_Pinya/Ferran_Cano

Für diejenigen unter Ihnen, die sich für Pinyas Galeriebilder (Acryl auf Leinwand) interessieren, hier ist ein Bild mit dem Titel ‘Majorca’. Außer in Berlin hat der Künstler seine Arbeiten bisher schon recht erfolgreich in Italien (Mailand und Turin), in den USA (Chicago und New York), in Belgien (Antwerpen), in der Schweiz (Basel) und in Spanien (Barcelona, Palma, Manacor und Caceres) ausgestellt. Dies ist ein Künstler, von dem wir noch einiges hören dürften.

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Das Foto (oben) wurde in Palma de Mallorca, Balearen (Spanien) aufgenommen. Das Datum: 16. Mai 2009. Die Uhrzeit: 13:49:22. Das Foto (Mitte) wurde vom Internet geborgt; dem Diario de Mallorca sei ein Gracias gesagt. Das Foto (unten) wurde vom Gómezdelacuesta Blog geborgt. Muchas gracias.




 

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