Archiv für Mai 2009

31
Mai
09

Día Mundial Sin Tabaco

smoking

Ich wage mal die Vorhersage, daß der heutige Día Mundial Sin Tabaco (Weltnichtrauchertag) keinen großen Eindruck in Spanien hinterlassen wird, zumindest nicht in Mallorca, wo ich lebe.

Mal sehen, was heute passieren wird. Wenn man allerdings die letzten 30 Monate als Leitfaden nimmt, dann kann man davon ausgehen, daß Mallorquiner und Spanier insgesamt das Nichtraucher-Gesetz weiterhin mit Händen und Füßen bekämpfen werden. Zwar findet man Restaurants mit einem No-Smoking-Zeichen an der Tür, aber man darf sich dort nicht wundern, wenn am Nebentisch ein Glimmstengel angezündet wird, gerade dann, wenn man selbst dabei ist, den Hauptgang zu verzehren. Und natürlich findet man auch gelegentlich eine Bar, wo ein No-Smoking-Schild an der Wand eine rauchfreie Zone kennzeichnet, aber die ist dann im gleichen Raum, wo auch geraucht wird. Die Klimaanlage saugt dort den Rauch mit der Luft an, um beides dann wieder gleichmäßig im ganzen Raum zu verteilen.

Die guten Nachrichten sind aber die, daß in Spanien (und auf Mallorca) das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden ziemlich konstant eingehalten wird. Auch Büros und Geschäfte halten sich überwiegend an die Nichtrauchergesetze. Das spanische Ley Antitabaco trat am 1. January 2006 in Kraft (manche Verordnungen hatten aber erst ab 1.1.2007 Wirkung). Ich habe seither von keinen Gerichtsverfahren gehört hier auf Mallorca wegen irgendwelcher Gesetzesverstöße, also sind vermutlich keine solchen angezeigt worden. Große spanische Tageszeitungen berichten aber, daß in Catalunya seit Anfang 2006 nur drei Übertritte vor Gericht verhandelt wurden. Im gleichen Zeitraum hatte es, auch wieder in Catalunya, 291 Verstöße gegen das Nichtrauchergesetz gegeben, gegen die dann Strafen von bis zu 1000 € verhängt wurden.

Es sieht also so aus, als müsste viel mehr getan werden. Die Gesetze sind verabschiedet, aber es wird viel zu wenig getan, um die Gesetze mit Nachdruck im Alltag auch in die Wirklichkeit umzusetzen.

Das Foto wurde in Palma de Mallorca, Balearen (Spanien) aufgenommen. Das Datum: 28. Mai 2009. Die Uhrzeit: 10:43:52.

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30
Mai
09

Der Sa Nostra-Garten in Palma

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Wir sollten uns glücklich schätzen darüber, daß es in Palma de Mallorca so viele wunderschöne Gärten und Parkanlagen gibt. Es ist phantastisch, daß viele dieser Gärten für die Öffentlichkeit zugänglich sind.

Einer dieser schönen Gärten gehört zum Kulturzentrum von Sa Nostra, gleich hinter der Avinguda Jaume III. Dieser Garten ist wirklich ein Kleinod; er stellt eine friedvolle Oase dar im geschäftigen Treiben von Palmas Zentrum. Das Centre de Cultura Sa Nostra ist ein Kulturzentrum, das in Can Castelló, einem Stadtpalast aus dem 18. Jahrhundert, untergebracht ist. Der Stadtpalast wurde in den Achtziger Jahren zum Kulturzentrum umgebaut. Falls Kunst und Kultur nicht ganz Ihre Sache sein sollten, können Sie sich den Garten ohne weitere Verpflichtung (und ohne Eintritt) ungestört ansehen. Trotzdem würde ich Ihnen empfehlen, sich den Stadtpalast auch anzusehen und insbesondere den Patio mit seiner wunderschönen, großen Freitreppe, und vor Allem auch die Planta Noble im ersten Stock. Dort können Sie die wunderschönen Deckenfresken sehen und sich an den tollen Türen und Türeinrahmungen erfreuen. Die Einheit von Gebäude, Architektur und Garten dürfte uns bewußt machen, wie sehr Gärten ein wichtiger Bestandteil unserer kulturellen Identität sind.

sa_nostra

Sie können etliche der schönen Gärten in Palma entdecken, wenn Sie sich einmal das Buch Jardines de Palma, Historia e Imágenes ansehen. Das großformatige Buch ist eine aktualisierte Neuauflage aus dem Jahre 2008 von einer vergriffenen Ausgabe aus dem Jahr 1993, mit vielen tollen Fotos des erstklassigen Fotografen Donald G. Murray. Der Text ist von der sehr kompetenten Aina Pascual verfasst; das Nachwort wurde von einem gut informierten Jaume Llabrés geschrieben. Das Buch ist für 80 € leider nur auf Spanisch erhältlich. Der Garten des Centre de Cultura Sa Nostra ist im Buch nicht enthalten, dafür aber zahlreiche andere, schöne Gärten.

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Das Foto (oben) stammt aus meinem Bildarchiv. Es wurde in Palma de Mallorca, Balearen (Spanien) aufgenommen. Das Datum: 5. April 2004. Die Uhrzeit: 14:30:47. Das Foto (unten) wurde von der Alta Mar-Website entliehen. Muchas gracias, Fabian.

29
Mai
09

Kitesurfing

kite_surf

Gestern und vorgestern gab es auf Mallorca ungewöhnlich viel Wind; vielleicht haben Sie es auch bemerkt.

Aber der viele Wind war nicht für Alle unangenehm, ganz im Gegenteil. Kitesurfer zum Beispiel brauchen für ihre Sportart eine anständige Brise, um sich von der Windkraft durch die Wellen ziehen zu lassen. Kitesurfing auf Mallorca ist in den letzten Jahren sehr populär geworden. Je nachdem, aus welcher Richtung der Wind weht, ist die Küste im Norden der Insel mit der Bahía de Pollença und der Bahía de Alcúdia besonders gut geeignet zum Kitesurfen. Dort ist fast immer eine gewisse Brise zu vermelden. Falls der Wind aber aus dem Süden kommen sollte, ist an der Südküste die Bahía de Palma besser geeignet zum Kitesurfen.

Für Ende August ist an der Playa de Palma eine zweitägige Mallorca Surf Action 09 geplant (29. und 30. August). Dort wird aber nicht nur Kitesurfing geboten werden, sondern auch Windsurfing, Skating, Inline, Snake, BMX, Wakeboard, Breakdance und Capoeira. Wollen wir hoffen, daß dann der richtige Wind aus der richtigen Richtung wehen wird.

hanno76

Das Foto (oben) wurde in der Nähe von Alcúdia, Mallorca, Balearen (Spanien) aufgenommen. Das Datum: 27. Mai 2009. Die Uhrzeit: 13:11:45. Das Foto (unten) wurde vom Internet geborgt. Mein Dank geht an Hanno76. Das Foto wurde wohl anlässlich eines Kitesurfing-Wettbewerbs im September 2008 in Alcúdia, Mallorca, aufgenommen. Tausend Dank.

28
Mai
09

Magische Steinkreise

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Mallorca ist stolz auf seine große Anzahl von prähistorischen Ausgrabungsstätten, von denen gut und gern 1.000 bekannt sind. Viele dieser prähistorischen Stätten befinden sich in einem bedauernswerten Zustand des Verfalls, in dem die ursprüngliche Form und Ausdehnung nicht mehr zu erkennen sind. Andere Stätten sind noch im Zustand einer immerwährenden Ausgrabungsarbeit (man denkt wohl, wenn die Stätten schon 3.000 oder 4.000 Jahre alt sind, dann kommt es ja wohl auf weitere zehn oder zwanzig Jahre auch nicht mehr an). Etwa 150 Ausgrabungsstätten befinden sich in einem recht guten Erhaltungszustand und sind es Wert, besucht zu werden (z. B. Ses Païses, S’Hospitalet Vell, Son Fornés oder Son Real, um nur einige zu nennen).

Einige dieser mallorquinischen Stätten aus der Jungsteinzeit, Steinzeit oder Bronzezeit mögen durchaus Orte von Ritualen, Gebetsstätten oder Grabstätten gewesen sein. Ein mallorquinisches Stonehenge war aber nicht dabei, soweit wir das heute beurteilen können.

Zwei Künstler (ein Ehepaar) haben ein Kunstwerk geschaffen, das die Bedeutung Mallorcas für die Frühgeschichte betont, und das auch eine Hommage ist an die magische und zugleich rätselhafte Kraft der vorgeschichtlichen Steinkreise à la Stonehenge (GB). Bei den Künstlern handelt es sich um Ben Jakober und Yannick Vu; ihr Steinkreis trägt den Titel Las Estelas del Sol, und stammt aus dem Jahre 2007. Die Arbeit kann in der Fundació Yannick y Ben Jakober in der Nähe von Alcúdia bewundert werden. Glaubt man den Künstlern, dann ist ihre Installation „von den Megalithen oder Steinkreisen inspiriert. Es ist anzunehmen, daß diese Steinkreise nach astronomischen Berechnungen aufgestellt wurden, um vielleicht Rituale zu begehen, die dem Kult der Mutter Erde huldigten“. Die Installation der Künstler besteht aus 12 Obelisken (Hinkelsteinen), die auf der Insel gefunden wurden. Jeder der Obeliske wiegt ca. 9 Tonnen; die Arbeit hat einen Durchmesser von etwa 35 m aud eine Höhe von etwa 3,5 m.

Ben Jakober / Yannick Vu, Estelas del Sol, 2007

Dieser eindrucksvolle mallorquinische Steinkreis kann jeden Dienstag kostenlos bewundert werden (09h30 bis 12h30 und 14h30 bis 17h30). An anderen Tagen (Mittwoch bis Samstag) wird Eintritt in Höhe von 9 € berechnet.

Das Foto (oben) stammt aus meinem Bildarchiv. Es wurde in der Nähe von Alcúdia, Mallorca, Balearen (Spanien) aufgenommen. Das Datum: 18. Mai 2008. Die Uhrzeit: 14:20:54. Das Foto (unten) wurde von der Website der beiden Künstler entliehen. Thank you.

27
Mai
09

Der spanische Gesundheitsdienst

centre_salut

Falls Sie irgendwann einmal Grund haben sollten, ein Centre de Salut in Mallorca aufzusuchen, so wie ich das vorgestern hatte, dann können Sie ganz beruhigt sein. Sie werden staunen, wie einfach alles abläuft, wie willkommen man Sie fühlen lässt und wie professionell der Service ist, den man Ihnen angedeihen lässt.

Ein solcher Besuch wird in der Regel unter eines der beiden folgenden Kriterien fallen: entweder Sie sind schon Mitglied im Gesundheitswesen in Spanien, weil Sie schon Beiträge in die Seguridad Social eingezahlt haben und weil Sie deshalb in das Sistema Nacional de Salud de España eingebettet sind. In diesem Fall, und falls Sie ein Resident der Illes Balears sind, haben Sie bereits eine Targeta Sanitària Individual ausgehändigt bekommen, und Ihre Gesundheitsbelange sind automatisch gedeckt.

Oder aber, Sie sind zu Besuch auf Mallorca, sei es im Urlaub oder aus einem sonstigen Grund, und Sie sind in Ihrem eigenen Land krankenversichert. Falls Sie aus einem Land innerhalb der Europäischen Union kommen, werden Sie gesundheitlich hier so behandelt wie auch zuhause. Sie sollten Ihren Versicherungsausweis (Karte) mit sich führen. Falls Sie aus einem Nicht-EU-Land kommen, ist Alles relativ einfach, falls Ihr Zuhause in Lateinamerika oder einer früheren spanischen Kolonie ist. Sollten Sie aber aus Brasilien, Russland, der Ukraine, Kanada, den USA, Australien, Indien, China, Japan oder Südafrika kommen, dann muß ich Ihnen leider gestehen, daß ich überfragt bin und einfach zu wenig Bescheid weiß.

Dann gibt es noch die Variante, daß Sie privat krankenversichert sind, entweder andauernd oder aber nur während Ihrer Reise. Alle normalen Alltagswehwehchen können in jedem örtlichen Centre de Salut, Ambulatorio oder Insalud-Krankenhaus behandelt werden. Man wird dort über Ihre Versicherungskarte den Rechnungsbetrag mit Ihrer Krankenversicherung zuhause abrechnen. Für ungewöhnliche Fälle oder kompliziertere Angelegenheiten holen Sie bitte Auskunft von besser informierten Quellen als mir ein.

Am Besten wäre es, wenn Sie garnicht krank würden. Aber falls doch, werden auch Sie finden, daß der hiesige Gesundheitsdienst in der Regel ein hohes professionelles Niveau hat, zusammen mit einer ausgezeichneten medizinischen und technischen Versorgung. Es würde meiner Meinung nach aber sicher helfen, falls Sie über gewissen Sprachkenntnisse verfügen würden, zumindest im Kastilianischen. Falls das nicht der Fall sein sollte, können Sie sich zur Not auf Englisch verständigen, das weithin, wenn auch nur in einer Sparversion, verstanden und auch gesprochen wird. In den größeren Krankenhäusern, zumindest in Palma, gibt es auch einen kostenlosen Übersetzungsdienst, gelegentlich auch auf Deutsch, aber immer nur stundenweise.

Diejenigen unter Ihnen, die sich jetzt Sorgen um meinen Gesundheitszustand machen sollten, kann ich beruhigen. Ich mußte lediglich meine Augen einmal untersuchen lassen. Es war alles ok.

Das Foto wurde in Felanitx, Mallorca, Balearen (Spanien) aufgenommen. Das Datum: 26. Mai 2009. Die Uhrzeit: 19:09:43.

26
Mai
09

Die große Mauer von Palma

Muralla

Palma de Mallorca war jahrhundertelang rundherum von einer mächtigen Festungsmauer umgeben.

Historiker scheinen allerdings nicht immer übereinzustimmen darüber, welcher Teil von welcher Mauer in Palma aus der Zeit der Römer stammt (ca. 100 – 465 A. D.) und welcher Teil aus der Epoche der Mauren (etwa 900 – 1230 AD). Aber alle Quellen stimmen überein, daß die allumfaßenden Murallas (Stadtmauern) Palmas nicht vor 1562 errichtet wurden.

Aus der Geschichte wissen wir, daß die Insel Mallorca nach der Reconquista von 1229 unter Jaume I durch eine Periode relativen Friedens ging, die über 300 Jahre andauerte. Aber die technische Entwicklung von Waffen, und insbesondere von Kanonen, führte dazu, daß einstmals mächtige Städte wie z. B. Konstantinopel (im Jahre 1453) und Rhodos (im Jahre 1522) von feindlicher Hand eingenommen wurden. Diese beiden Eroberungen waren im Wesentlichen der Anstoß dafür, daß die Stadtältesten von Palma sich entschlossen, die Hauptstadt durch eine unbezwingbare Stadtmauer zu befestigen, die allen Feinden, woher immer sie auch kommen mochten, standhalten konnte.

Antoni_Verger_1596

Der hier gezeigte Plan (oben) stammt von 1596 und ist aus der Hand von Antoni Verger; in ihm zeigt sich die enorme Ausdehnung von Palmas Befestigungsanlagen. Der Bau scheint sich  gelohnt zu haben; in den folgenden Jahrhunderten wurden keine wesentliche Angriffe mehr auf Palma verzeichnet. Es gab zwar weiterhin Piratenattacken auf Mallorca, aber diese richteten sich auf Orte wie Sóller (1550), Pollença (1561) und Santanyí (wiederholt zwischen dem 14. und dem 17. Jahrhundert), und nicht auf Palma.

Ciudad_de_Palma_1644

Das Entstehungsdatum des Gemäldes (oben) ist nicht bekannt, aber es muß um 1644 gemalt worden sein. Auch der Künstler ist unbekannt. Das Kunstwerk zeigt die Stadtbefestigungen Palmas im 17. Jahrhundert in all ihrer Pracht. Das Gemälde hing für mehr als 300 Jahre an der Wand im Salón de Plenos im Rathaus von Palma, ehe es dann im Castel de Bellver ausgestellt wurde, wo man es noch heute bewundern kann.

Gerónimo_Cánobes_1726

Die Planzeichnung (oben) stammt aus dem Jahr 1726 und zeigt Palmas Stadtmauern in ihrer endgültigen Form und Ausdehnung. Der minuziös detaillierte Plan wird Gerónimo Cánobes zugeschrieben, einem Ingenieur, der für den damaligen König arbeitete. In diesem Plan kann man sehr gut die Unterteilung der Stadt in zwei Ebenen erkennen: la vila d’amunt (die Oberstadt) und la vila d’avall (der untere Stadtteil), die auch heute noch wahrgenommen werden können.

Mit Beginn des 19. Jahrhunderts schien eine massive Befestigungsmauer plötzlich nicht mehr erforderlich zu sein. Die Stadtmauer von Palma wurde deshalb fast komplett eingerissen, um für eine Ringstraße Platz zu machen, und zwar da, wo heute die Avenidas zu finden sind. Einige schöne Teile der alten Mauer sind aber noch heute erhalten, wie zum Beispiel unterhalb von La Seu (der Kathedrale), im westlichen Teil des Passeig Sagrera (Baluard de Sant Pere), hinter dem Parc de la Mar (Baluard del Príncep) und an den östlichen Ausläufern des Parc de la Mar.

Früher kamen die Wellen des Mittelmeers bis unmittelbar an die Stadtmauern heran, und fast bis an den Fuß der Kathedrale. Das muß einen impressionanten Eindruck erweckt haben, meinen Sie nicht auch?

Das Foto wurde in Palma de Mallorca, Balearen (Spanien) aufgenommen. Das Datum: 1. April 2009. Die Uhrzeit: 13:35:34. Das Gemälde von 1644 sowie die beiden Planzeichnungen wurden von der Alta Mar-Website geborgt. Muchas gracias, Fabian.

25
Mai
09

Die Sínia de s’Hort d’en Pons

sinia_s'hort_d'en_pons

Nicht weit von Felanitx, in der Umgebung von Es Carritxó, kann man einen wunderschönen alten Brunnen finden: La Sínia de s’Hort d’en Pons. Der Brunnen ist eine Sínia de Cadufos, da gebrannte Keramiktöpfe verwendet werden, die man „Cadufas“ nennt, mit denen das Wasser aus dem Brunnen befördert wird. Sínies wurden früher meistens mit Hilfe eines Esels oder auch Maultiers betrieben. Heute kann man auch gelegentlich motorisierte Versionen finden.

Die Sínia d’en Pons ist mit großer Wahrscheinlichkeit ein Überbleibsel aus der Periode der Mauren, also etwa 1000 bis 1200 A. D., wie so viele andere Sínies, Pous, Aljubs oder Norias auf der Insel. Die Mauren (Araber und Berber) waren Experten in der Wasserwirtschaft und in der Bewässerung; sie hatten ihr Wissen aus ihrer Heimat, dem Maghreb, mitgebracht. Leider sind heute die meisten der alten Brunnen verfallen oder verschwunden. Nur gelegentlich kann man einen historischen Brunnen wie diesen finden, der liebevoll restauriert und konserviert worden ist. Die Arbeiten zur Wiederherstellung der Sínia d’en Pons im Jahr 2008 waren mit ca. 46.000 € nicht billig, aber zum Glück hat der Consell de Mallorca wohl zwei Drittel der Summe getragen, wenn man der Presse glauben darf.

In diesem Video können Sie die Sínia de s’Hort d’en Pons in Betrieb sehen:

Das Foto wurde bei Es Carritxó in der Nähe von Felanitx, Mallorca, Balearen (Spanien) aufgenommen. Das Datum: 22. März 2009. Die Uhrzeit: 15:55:25. Das Video stammt vom Consell de Mallorca, Departament de Medi Ambient. Moltes gràcies.