Archive for the 'Mittelmeer' Category



28
Mai
08

Feierabend

Am Ende eines langen Tages heißt es, Stühle auf den Tisch, saubermachen und alles abschließen.

Die Angestellten dieser Bar in Plaza Santa Eulàlia in Palma de Mallorca hatten einen hektischen Tag, jetzt, da die Saison endlich begonnen hat. Die meisten Touristen sind am Abend zurück in ihren Hotels. Jetzt läuft nichts mehr. Und morgen wird dann erneut ein hektischer Tag.

Das Foto wurde in Palma de Mallorca, Balearen (Spanien), aufgenommen. Das Datum: 23. Mai 2008. Die Uhrzeit: 21:37:48.

27
Mai
08

Neptunspflanzen

Die schweren Regenfälle und Stürme der letzten Wochen haben uns Berge von pflanzlichem Material an einige unserer Strände gespült. Vielleicht sind Sie neugierig und möchten gerne wissen, was genau da vor sich ging.

Kein Grund zur Unruhe. Wir erleben hier einen ganz normalen Vorgang dessen, wie Mutter Natur sich selbst bzw. das Seebett reinigt. Was einigen wie Abfall oder Unrat vorkommen mag, ist wirklich etwas Gutes, Wichtiges und Nützliches.

Posidonia oceanica, auch Neptunspflanzen genannt, ist ein Seegras, das eine wichtige Rolle im ökologischen Gleichgewicht des Mittelmeers spielt. In einigen Regionen ist Neptunsgras deshalb als geschützte Spezies klassifiziert. In meinem englischen Mallorca Daily Photo Blog habe ich vor einiger Zeit schon einmal über die lustigen, kleinen, braunen Bälle geschrieben, die wir gelegentlich am Strand finden können, die ebenfalls mit der Posidonia oceanica zu tun haben. 

So wie Laubbäume im Herbst ihre Blätter verlieren, spült die stürmische See die toten Blätter der Neptunspflanzen an den Strand, und zwar nicht nur im Herbst. Vor einiger Zeit, als Spanien noch ein armes Land war, wurden diese Gräser mit der Hand gesammelt und getrocknet. Wohlgemerkt, es handelt sich hier nicht um Seetang, sondern um Seegras.

Das getrocknete Neptunsgras wurde damals dazu verwendet, Matratzen und Kissen zu stopfen, Kühe zu füttern, Strohdächer zu decken oder Verpackungsmaterial zu gewinnen. Erst in jüngerer Zeit hat man erkannt, daß dieses Meerespflanze für den Umweltschutz außerordentlich wichtig ist, lebendig ebenso wie auch abgestorben. Etliche Gemeinden an Spaniens Küsten halten deshalb inzwischen jährliche Veranstaltungen ab, um über die Erhaltung des Neptungrases aufzuklären und um eine neue Strategie zu propagieren, die besagt, daß manche Strände besser in ihrem natürlichen Zustand belassen werden sollten.

In Mallorca allerdings, wo dem goldenen Kalb Tourismus schon so manches hehre Ideal geopfert wurde, machen sich die meisten Gemeinden dran, ihre Strände schnell von dem vermeintlichen Unrat zu säubern, um ihren Gästen einen sauberen Strand bieten zu können. Sie bringen oft schwere Maschinen ins Spiel, um die angespülten Mengen an Seegras zu sammeln und in größeren Haufen aufzutürmen, die anschließend abtransportiert und verkauft werden. Größere Gartencenter kaufen die Ladung, um sie als organischen Kompost zu verwenden.

Das Problem ist dabei aus meiner Sicht nur, daß die schweren Traktoren und Bagger bei dieser Aufräumarbeit mehr Schaden an den empfindlichen Stränden anrichten, als uns allen lieb sein kann. Irgendwann werden die Touristen, für die man die ganze Arbeit leistet, dann vielleicht ganz ausbleiben.

Die Fotos wurden in Palma de Mallorca, Balearen (Spanien), aufgenommen. Das Datum: 14. Mai 2008. Die Uhrzeit: 14:52:29 und 14:43:18.

26
Mai
08

Hungerstreik

Eine Frau hat vor den Türen von Can Berga, der Audiencia Provincial de Baleares (Landgericht) in Palma de Mallorca, ihr Lager aufgeschlagen. Sie ist in einen Hungerstreik getreten, um auf ihre Sache aufmerksam zu machen. Sie hat das Sorgerecht über ihre Kinder verloren; weshalb, ist mir nicht bekannt.

Sie fordert ihre Rechte ein gemäß der spanischen Verfassung und beklagt das Unrecht, das ihr und ihrer Familie angetan wurde.

Das Foto wurde in Palma de Mallorca, Balearen (Spanien), aufgenommen. Das Datum: 22. Mai 2008. Die Uhrzeit: 12:40:17.

25
Mai
08

Menschentürme

Castells sind ein folkloristisches Brauchtum, das ursprünglich aus Valencia stammt aus dem 16. Jahrhundert. Es ist eine Tradition, menschliche Türme von bis zu 10 m Höhe zu formieren, und manchmal sogar noch höher.

Zwei Castellers-Vereinigungen haben ihren Sitz in Mallorca, eine in Palma, die Castellers de Mallorca, und eine in Manacor, die Al.lots de Llevant. Beide, plus die Moixiganguers, eine Gruppe aus Igualada in Katalonien, führten gestern eine Anzahl von beeindruckenden menschlichen Türmen vor, anlässlich der Fira de Primavera in Manacor. Die Türme waren bis zu 7 Lagen hoch. Überwältigend.

Der kleine Junge rechts im Bild mit dem Sturzhelm ist der Enxaneta, das jüngste Mitglied der Turmgruppe. Er ist derjenige, der zuletzt drankommt und der die Spitze des Turms bildet. Er war nach meiner Schätzung kaum fünf Jahre alt.

Entscheidend ist bei solchen Türmen die Basisgruppe, die aus 90 bis 120 Mitgliedern besteht. Sie wird die Pinya genannt. Kraft und Muskeln spielen bei den Castells eine wichtige Rolle, aber wichtiger noch sind Planung, Logistik, Strategie, Mut und Vertrauen.

Eine Menge Enthusiasmus war gestern zu spüren, gepaart mit viel guter und freundlicher Energie. Die Darbietung war ein wirklich packendes Ereignis. 

Die Fotos wurden in Manacor, Mallorca, Balearen (Spanien), aufgenommen. Das Datum: 15. April 2008. Die Uhrzeit: 19:23:13 (oben) bzw. 19:09:53 (unten).

24
Mai
08

Naturschutz mitten in der Stadt

Eidechsen wie diese kann man mitten in Palma de Mallorca finden und aus nächster Nähe beobachten, z. B. direkt unterhalb der Kathedrale.

Sie müssen nur genau hingucken, geduldig warten und sich vor allem ruhig verhalten, damit die kleinen Viecher nicht vor Schreck davonlaufen. Meines Wissens sind dies keine Geckos. Der Spanier sagt Lagartos dazu, oder Sargantanas auf mallorquinisch. Ich meine, diese hier sei eine Podarcis hispanica in zoologischer Terminologie. Sie sind mit Iguanas verwandt, soviel ich weiss.

Eine ganz ähnliche Eidechse kann man auf der Insel Dragonera zu Hunderten finden, dort allerdings in einer bläulichen Farbe. Dragonera ist eine wunderschöne Insel westlich von Andratx und Sant Elm, die dem Naturschutz unterliegt. Die Eidechse dort heißt Podarcis lilfordi giglioli (Dragonera-Eidechse).

Diese Eidechsen sind geschützt. Fassen Sie sie bitte nicht an, sie verlieren sonst blitzschnell ihren Schwanz. Sie können ja ein Foto mit nach Hause nehmen, oder ein bischen Videofilm. 

Das Foto wurde in Palma de Mallorca, Balearen (Spanien), aufgenommen. Das Datum: 22. Mai 2008. Die Uhrzeit: 14:05:27.

23
Mai
08

Jede Menge Café-Bars

Porreres mag bekannt sein für das beschauliche Kloster Monti-Sión, oder berühmt für seinen fantastischen Kirchenchor. Der eher unscheinbare Ort in der Ebene des Pla de Mallorca ist vielleicht begehrt für seine Bodega, Jaume Mesquida, oder beliebt für seine erstaunliche Anzahl von 27 Café-Bars.

Einige Besucher kommen vielleicht hierhin wegen der talaiotischen Fundorte in der Porreres-Gegend, oder sie finden Gefallen an den drei stattlichen Pfarrkirchen, von denen ich eine (Sant Miquel) hier teilweise zeige.

Was auch immer Ihnen an Porreres besonders gefallen mag, dies ist ein angenehmer, ruhiger Ort, der immer einen Ausflug, oder gar zwei, Wert ist. Ein rundherum befriedigendes Besuchserlebnis ist Ihnen dabei sicher.

Das Foto wurde in Porreres, Mallorca, Balearen (Spanien), aufgenommen. Das Datum: 15. April 2008. Die Uhrzeit: 15:57:45.

22
Mai
08

Hortus Conclusus

Wir sind hier auf Mallorca wirklich verwöhnt durch die Vielzahl an wunderschönen Gartenanlagen, wie z. B. die von Alfábia, Raixa, Sóller, Lluc usw.

Sa Bassa Blanca ist ein weiterer, wunderschöner Garten, der der Kulturstiftung Fundación Yannick y Ben Jacober gehört, nahe dem Golfplatz von Aucanada bei Port d’Alcúdia gelegen. Der ummauerte Garten dort ist als Hortus Conclusus konzipiert und ist inspiriert von dem mittelalterlichen Konzept eines Lustgartens. Dort kann man u. a. über 100 verschiedene Rosenarten bewundern, wie auch weiße Iris, gelbe Narzissen, Veilchen, Akeleien, Stiefmütterchen und Nelken. Außerdem gibt es ein Herbarium mit Heilkräutern und aromatischen Küchenkräutern.

Eine wahre Freude, falls Sie meine Meinung wissen wollen, vor allem jetzt im Monat Mai, wenn z. B. die Rosen in voller Blüte stehen.

Der Garten kann Mittwochs bis Samstag nach Verabredung besucht werden (Telefon 971.549.880 für Reservierungen). Der Eintritt kostet 9 € bzw. 12 €, je nachdem, wieviel Sie sehen möchten.

Es gibt auch einen Tag der offenen Tür, und zwar jeden Dienstag von 09h30-12h30 und 14h30-17h30, bei freiem Eintritt. Außerdem gibt es einen Skulpturenpark mit beeindruckenden Kunstwerken von Yannick Vu und Ben Jakober, den Hausherren, wie z. B. einen imposanten Steinkreis aus mächtigen, tonnenschweren Menhiren (Hinkelsteinen), die an prähistorische Monolithen erinnern. Für weitere Informationen können Sie die website der Stiftung besuchen.

Das Foto wurde in der Nähe von Port d’Alcúdia, Mallorca, Balearen (Spanien), aufgenommen. Das Datum: 18. Mai 2008. Die Uhrzeit: 13:48:45.

21
Mai
08

Mallorcas schwarze Schweine

Falls Sie Schweinefleisch mögen, müssen Sie unbedingt einmal das mallorquinische schwarze Schwein probieren.

Mit ein bischen Glück finden Sie eine Carniceria oder einen Ramader, die Fleisch vom schwarzen Schwein führen, einer mallorquinischen Spezialität. Oder bestellen Sie ein Gericht mit Fleisch vom schwarzen Schwein in einem guten Restaurant, das sich auf die mallorquinische Küche spezialisiert. Probieren Sie Lechona (Spanferkel), oder Sobrassada, oder einfach einmal eine Paté vom schwarzen Schwein.

Cerdo Negro heißt das mallorquinische Schwein auf Spanisch, oder Porc Negre auf Mallorquinisch.

Das Foto stammt aus meinem Bildarchiv. Es wurde in der Nähe von Felanitx, Mallorca, Balearen (Spanien), aufgenommen. Das Datum: 27. Februar 2007. Die Uhrzeit: 12:13:15.

20
Mai
08

Die Ruhe vor dem Sturm

Wir hatten reichlich Sturm und Regen in den letzten Tagen und Wochen auf Mallorca.

Als ich letzten Sonntag dieses Foto machte, war eine angespannte Ruhe zu verspüren. Es fühlte sich so an, und die Wolkenbildung war auch danach, als ob ein Sturm bevorstünde. Es roch nach Sturm. Es war die Ruhe vor dem Sturm.

Und so war es dann auch. Innerhalb einer knappen Stunde gab es einen heftigen Landregen in Port d’Alcúdia. In Palma konnte man ein bischen später einen satten Platzregen erleben mit reichlich Überschwemungen. In Manacor gab es Regen mit mittelprächtigem Sturm am späten Nachmittag und in die Nacht hinein. Montag morgen dann Blitz und Donner allenthalben, und mehr Regen.

Einige Quellen sagen, dies sei der naßeste Mai in Mallorca in den letzten 60 Jahren. Aber wenigstens ist das viele Wasser gut für die Wasserreserven der Insel.

Das Foto wurde in Port d’Alcúdia, Mallorca, Balearen (Spanien), aufgenommen. Das Datum: 18. Mai 2008. Die Uhrzeit: 15:24:34.

19
Mai
08

Große Freude in Porreres

Die Leute in Carrer Vileta Nr. 7 in Porreres von Vinyes i Celler Jaume Mesquida de Mallorca SA sind sehr stolz auf ihre guten Weine. Die Bodegas wurden 1945 gegründet, lange vor dem Beginn der Tourismuswelle und Jahrzehnte, bevor die neuen mallorquinischen Weine von heute en vogue waren.

Die Leute von Jaume Mesquida haben jetzt einen neuen Grund zu besonderer Freude und großem Stolz. Einer ihrer Weine, der Jaume Mesquida Negre 2005, wurde vor Kurzem aus berufenem Munde speziell gewürdigt.

Der amerikanische Weinkritiker Robert Parker von ‚The Wine Advocate‘ hat diesem vino tinto ein seltenes Prädikat von 90 Punkten zugesprochen. 2001 wurde ein Wein aus Felanitx, der Ànima Negre 1998, von dem weltbekannten Weinguru auf ein ähnlich hohes Podest gehoben und damit in aller Welt bekannt gemacht.

Prima. Herzlichen Glückwunsch.

Falls Sie diesen Crianza-Wein aus Callet-, Mantonegro-, Merlot- und Cabernet-Trauben aus dem DO Pla i Llevant Anbaugebiet selbst einmal kosten wollen, dann zögern Sie besser nicht allzu lange. Nur 21.000 Flaschen wurden abgefüllt. Bei dem erstaunlich günstigen Verkaufspreis von 8,60 € dürfte die Nachfrage den beschränkten Vorrat bald übersteigen.

Das Foto wurde in Porreres, Mallorca, Balearen (Spanien), aufgenommen. Das Datum: 17. Mai 2008. Die Uhrzeit: 13:37:35.




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